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Weiße Frau

Bila pani (Weiße Frau). Im Gemäuer der Burg und des Schlosses in Jindrichuv Hradec lebt seit Jahrhunderten der gute Geist der Weißen Frau. Als Weiße Frau hatte der bekannte tschechische Historiker Bohuslav Balbin eine Frau namens Bertha (tsch. Perchta) von Rosenberg bezeichnet. Diese Rosenberger Adlige wurde gegen ihren Willen mit Jan Lichtenstein vermählt. Zeit ihres gemeinsamen Lebens quälte Jan seine Gattin und seine Untergegebenen, weil Berthas Vater nicht die Mitgift auszahlte, auf die man sich vor Heirat geeinigt hatte. Berthas leidvolles Lebensschicksal ist bekannt aus erhaltenen Briefen, die sich im hiesigen Archiv befinden. Die geheimnisvolle Bertha wird mit unzähligen Erscheinungen in Verbindung gebracht. Ihre weiße Gestalt soll in den Räumen der Burgen und Schlossanlagen in Jindrichuv Hradec, Trebon, Cesky Krumlov, Rozmberk und Telc „spuken“. Je nach Farbe der Handschuhe, die sie trägt, sagt sie die Zukunft voraus. Erscheint sie in roten Handschuhen, warnt sie vor Feuer. Schwarze Handschuhe warnen vor einem Unglück oder vor dem Tod. Weiße Handschuhe dagegen weisen auf ein gutes Ereignis hin – Geburt oder Hochzeit. Die Legende erzählt, dass sie in der Schwarzen Küche einen süßen Brei zubereitet und ihn an Feiertagen an das Volk verteilt. Mit ihrem Handeln will sie für die Sünden ihres Gemahls büßen. In diesem Kontext soll auch ein spezielles Getränk zubereitet werden – das Getränk der Weißen Frau. Nach einem Originalrezept offeriert Fruko-Schulz den Geschmack des Geheimen und Vergangenen.

Inhalt

Alkoholgehalt

0,2 l

30 %