
Die Firma Fruko Schulz gehört gegenwärtig zu den fünf größten Hersteller von Spirituosen, und Sirupen in der Tschechischen Republik. Die Firma hat die Tradition des ursprünglichen Unternehmens Moritz Schulz – Herstellung von Obstwein – fortgesetzt. Dieses Unternehmen war der erste Hersteller von Obst- und Dessertwein in Österreich-Ungarn. Mit der wachsenden Produktion hat Herr Schulz für die Obstpressanlage große Lagerräume bauen lassen. Die Popularität und der gute Verkauf seiner Weine haben Herrn Schulz ermöglicht die Brauerei in Kardasova Recice zu kaufen, wohin er später die Obstpressanlage übersiedeln hat lassen.
Im Laufe der Kriegszeit entwickelte sich das Familienunternehmen nicht besonders. Es wurden weiterhin Dessertweine, wie zum Beispiel Apfel-, Schwarzbeeren- und Heidelbeerenwein, und Fruchtsäfte hergestellt. Zu der Zeit flüchteten die Söhne von Herrn Schulz nach England, er selbst aber blieb mit seiner Frau, der Tochter und der Enkeltochter in Tschechien.

Nach der Übernahme der Firma durch die Regierung nahm der Staat die Verwaltung in seine Hände und es traf wieder kein Aufschwung ein. Das Unternehmen wurde an die Gesellschaft Jihoceska Fruta, welche ihren Sitz in Budweiss hat, angeschlossen. Diese bestand aus 6 weiteren Betrieben, welche unterschiedliche Herstellungsinteressen hatten, zum Beispiel die Produktion von Konservendosen, Streichwurst und Ketchup usw.
Das Unternehmen in Jindrichuv Hradec gelang in das Bewusstsein der Bevölkerung durch die Herstellung von Rum, welcher sich mit großer Popularität, dank seiner Qualität und des guten Geschmacks, rahmte. Er ist auch bekannt als „Der Rum mit dem Segelboot“ und darum ließ Fruko-Schulz diesen als Marke schützen. Der Betrieb verselbständigte sich so lange bis er sich vollkommen von Jihoceska FRUTA losriss. Wieder wurden die Brennerei und die Pressanlage in Kardasova Recice eingerichtet und das Unternehmen begann sich voll zu entwickeln.
Im Jahre 1990 entstand das eigenständige Staatsunternehmen FRUKO Jindrichuv Hradec s.p.. 1993 erlangte der Sohn des ursprünglichen Besitzer Rudolf Schulz die Firma in Restitution wieder zurück. Der Name wurde zum Fruko-Schulz gewechselt.
Mit der Zeit verließ die Gesellschaft die Herstellungsanlagen in der Komenskeho Strasse und errichtete die Hauptanlage in Jiraskovo predmesti. In der ersten Phase kam es zur Einrichtung des Fliessbands und der Ausstattung für die Destillation, wodurch konnte mit der unabhängigen Herstellung von Spirituosen im neuen Werk begonnen werden. In der weiteren Phase wurde das Fliessband für die Füllung von 0,2l Flaschen installiert.
Die Beliebtheit des dort hergestellten Essigs und die hohe Nachfrage in den Sommermonaten war der Grund für die Entscheidung der Betriebsführung für die Einrichtung von einem eigenständigen Fliessband für die Befüllung von Plastikflaschen mit Essig. Dieses wird auch für Sirupe in PET-Flaschen genutzt. Das Ziel die alten unpassenden Räumlichkeiten in der Komenskeho Strasse und der Brauerei zu verlassen erforderte Investitionen in eine selbständige Kochanlage, ein Zuckerlager und weitere Lagertanks im neuen Werk.
Nach der Eröffnung der neuen Herstellungskapazitäten ist der Betrieb nicht mehr vom Ortswechsel abhängig, sondern jetzt läuft die komplette Herstellung samt Befüllung, Lagerung und Verkauf im Hauptgebäude in Jiraskovo predmesti ab.
Fruko-Schulz drängte in das Bewusstsein der Menschen hauptsächlich dank dem breiten Angebot sowohl an Sirupen, die nach dem Wunsch der Kunden geändert wurden, als auch an den Spirituosen, von denen die dominante Rolle der schon erwähnte Rum zusammen mit Wodka Franz Josef spielt. Diese Produkte sind rechtlich geschützt. Im Jahre 1999 begann die Gesellschaft mit der Herstellung des mystischen Schnaps‘ Absinth und als weltweit einziger mit der Herstellung seiner schwächeren Variante Absinth Liquer. Im Jahre 2000 wurde in dem Betrieb in Zusammenarbeit mit der Pushkin-Familie eine originale russische Anlage für die Herstellung der russischen Wodka Pushkin installiert. Der Herstellungsprozess wird von einem russischen Experten überwacht. Die Betriebsbeanspruchung spiegelt sich in der hervorragenden Qualität des Getränkes wider.
Im Jahre 2003 haben Herr Josef Nejedly und Herr Vladislav Blecha den 30% Anteil von dem Nachfahren von Rudolf Schulz aufgekauft, wodurch Fruko-Schulz s.r.o. ein rein tschechisches Unternehmen geworden ist. Im Jahre 2007 erzielte die Gesellschaft Fruko-Schulz, durch den Verkauf von 50 997 Hektoliter Spirituosen, ein Einkommen von 602 Mil. Kronen (ca. 23 Millionen Euro). Somit gehört sie zu den fünf größten Herstellern von alkoholischen Getränken in der Tschechischen Republik.