Absinth hatte schon immer den Ruf eines Aphrodisiakums. Der mit Anis gewürzte Likör, destilliert mit dem Extrakt aus Wermut ist zu einer Rekreationsdroge geworden. Das smaragdgrüne Getränk wurde mit Wasser und einem Würfel Zucker serviert. Diese legte man auf einen Absinth-Löffel und begoss ihn mit dem Likör in das Glas mit Wasser. Der Zucker nimmt dem Getränk seine Bitterkeit und in Kombination mit Wasser bekommt es einen leichten hellbraunen Hauch.
Absinth freute sich großer Beliebtheit vor allem in Frankreich. Zur Zeit der Napoleon-Kriege wurde er in das Gebiet Tschechiens gebracht, wo er bald viele Anhänger gewann, wie überall auf der Welt zuerst in höheren Kreisen und unter Künstlern. Die ersten Spuren des Absinths führen bis ins Mittelalter. Erste Berichte findet man sogar in der Bibel, in Ägyptischen und in frühen Syrischen Texten.
Ursprünglich handelte es sich um eine einfache Mischung aus Wein und eingetunkten Blättern des Wermuts, welcher in Europa und Asien wuchs.
Die Herstellung und meist auch der Konsum sind in einigen Ländern verboten. Grund dessen ist die Meinung einiger Experten und Sachkenner, dass der genannte Schnaps zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Schuld dran ist Thujone – ein Stoff, der in größeren Mengen Schwindelgefühle und einen Rausch mit Halluzination erzeugt. Diese gesundheitlichen Risiken werden jedoch durch unsere Herstellungstechnologie eliminiert, wobei Absinth durch die Mazeration von Kräutergemischen entsteht. Der finale Geschmack und Geruch von Wermut erlangt er durch die Zugabe von Minze und Anis. Die Legalität der Produktion ist durch die Bewilligung des Gesundheitsministeriums der Tschechischen Republik und das Einhalten der EU-Vorschriften gegeben. Der Thujone-Gehalt darf jedoch nicht 10mg/l überschreiten.
Absinth ist bei vielen Barmännern sehr beliebt. Sie benutzen diesen zum Schöpfen von Mischgetränken, von welchen wir ein paar aufgelistet haben.
Absinth-Limonade:
Man füllt 5cl Absinth in ein 0,3l Glas und gießt langsam mit kaltem Sodawasser auf. Ein paar Stücke Eis und eine Scheibe Zitrone und schon ist die Limonade mit Kräutergeschmack fertig.
Absinthgrog:
Absinth aufgegossen mit heißen, aber nicht kochenden, Wasser, Zitrone und Zucker.
Vorbereitung der Tradition nach:
Zur traditionellen Vorbereitung braucht man eine Flasche 70%igen Absinth, ein Absinthglas, einen Absinthlöffel, Wasser, Zucker und ein Streichholz.
Das Vorgehen ist einfach. Man füllt ca. 1dl des Alkoholgetränks in das Absinthglas und legt oben drauf den Absinthlöffel mit einem Würfel Zucker aufgegossen mit Absinth und zündet ihn an. Der Zucker fängt an mit einer hellen Flamme zu brennen, karamellisiert und tropft in das Glas. Der Vorgang wird erst dann beendet wenn sich all der Zucker vollständig zu Karamell verwandelt hat. Zum löschen der Flamme im Glas gießt man es ein wenig mit Wasser auf und wartet bis das Getränk abgekühlt ist. Dann rührt man so lange bis sich das abgesetzte Karamell vollständig auflöst. Das Ergebnis ist ein leicht braunes Getränk mit einem Alkoholgehalt von ca. 35 – 40 %, einem feinen Kräuteraroma und einem wohltuendem Geschmack.




Hinweis:
Der oben aufgeführte Vorgang muss mit erhöhter Vorsicht durchgeführt werden, denn es handelt sich bei Absinth um ein Getränk mit hohem Alkoholgehalt. Leichtsinnigkeit, beziehungsweise das Nichtbefolgen des Vorgangs, kann zu Verbrennungen oder sogar zu einem Brand führen.